Montag, 19 April 2021 15:54

Negativzinsen bei Einkünften aus Kapitalvermögen

Werden durch Banken Negativzinsen einbehalten, sind diese Zinsen grundsätzlich nicht bei den Einkünften aus Kapitalvermögen abzugsfähig. 

Grund dafür ist der Sparer-Pauschbetrag (801 € für Ledige / 1.602 € für verheiratete Steuerpflichtige), welcher alle Aufwendungen in Bezug auf Kapitaleinkünfte (Zinsen, Dividenden, etc.) abgelten soll.


In dem Schreiben vom Bundesministerium für Finanzen vom 19.02.2021 (Az. IV C 1) eröffnet die Finanzverwaltung die Möglichkeit, Negativzinsen bei Anlageprodukten mit gestaffelten Zinskomponenten (sog. Staffelzinsen) als negative Einnahmen in Abzug zu bringen.

Eine Saldierung der positiven Zinsen und des Verwahrentgelts (Negativzinsen) ist allerdings nur bis auf 0 € möglich. Werden im Kalenderjahr mehr Negativzinsen gezahlt als eingenommen, sind die über die Zinseinnahmen hinausgehenden Verwarngelder weiterhin steuerlich nicht abzugsfähig.


Quelle: BMF v. 19.02.2021 - IV C 1 - S 2252/19/10003