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Montag, 19 April 2021 15:24

Sachspenden in der Pandemie

Aufgrund der Pandemie eröffnet das BMF dem Einzelhandel die Möglichkeit, Waren an steuerbegünstigte (z.B. gemeinnützige) Organisationen zu spenden, ohne dabei Umsatzsteuer an den Fiskus abzuführen.

Normalerweise muss ein Unternehmen bei einer Sachspende aus dem Betriebsvermögen eine unentgeltliche Wertabgabe versteuern, sofern er den Gegenstand mit Vorsteuerabzug angeschafft hat. Das führt dazu, dass der Unternehmer Umsatzsteuer für eine Spende abführen muss (Bemessungsgrundlage für die Umsatzsteuer kann z.B. der Einkaufspreis zum Zeitpunkt der Spende sein).

Die neue Billigkeitsmaßnahme ermöglicht es Einzelunternehmern, Waren ohne Umsatzsteuer an steuerbegünstigte Organisationen zu spenden. Sie gilt bis zum 31.12.2021. Allerdings gilt sie auch rückwirkend für getätigte Sachspenden, die seit dem 01.03.2020 übergeben wurden.Diese Regelung ist nicht auf Saisonware beschränkt (wie bei der Überbrückungshilfe III), sondern gilt grundsätzlich für alle Arten von Waren. Der Einzelhändler muss allerdings nachweisen, dass er durch die Corona-Krise nicht unerheblich negativ betroffen ist.


Quelle: BMF-Schreiben vom 18.03.2021 - III C 2 - S 7109/19/10002