Mittwoch, 17 Februar 2021 13:53

Steuerbonus für energetische Sanierungen

Wer sein Eigenheim energetisch sanieren möchte, kann jetzt viel Geld sparen. Denn ab 2020 können Sie sich einen Teil der Kosten für Ihre energetische Sanierung über das Finanzamt zurückholen. 

Insgesamt können Sie über einen Zeitraum von drei Jahren bis maximal 40.000 Euro von der Einkommensteuer abziehen. Wir erklären Ihnen, wie Sie in den Genuss dieses Steuerbonus kommen. 

Für welche energetischen Sanierungsmaßnamen gilt der Steuerbonus?

Bislang können private Haus- und Wohnungsbesitzer bereits Handwerkerkosten von der Steuer absetzen. Absetzbar sind hier allerdings nur die Lohn- und Arbeitskosten, nicht aber die Materialkosten. 

Seit 2020 ist es nun erstmals auch möglich, die kompletten Kosten (Material und Lohn) einer energetischen Sanierungsmaßnahme - wie zum Beispiel eine neue Heizung oder Wärmedämmung - bei der Steuer geltend zu machen. 

Außerdem bekommen Sie mit dem neuen Steuerbonus für energetische Sanierungen deutlich mehr Geld vom Staat zurück. Insgesamt 20% der anfallenden Gesamtkosten können Sie über einen Zeitraum von drei Jahren von Ihrer Steuerlast abziehen. 

Die Neuregelung ist Teil des Klimaschutzprogramms 2030 und wird in § 35 c des Einkommensteuergesetzes (EStG) geregelt ("Steuerermäßigung für energetische Maßnahmen bei zu eigenen Wohnzwecken genutzen Gebäuden").

Für folgende energetische Sanierungsmaßnahmen (Material und Lohn) erhalten Sie die Steuerermäßigungen:

  • Erneuerung oder Optimierung der Heizungsanlage (sofern sie älter als zwei Jahre ist)
  • Wärmedämmung von Wänden, Dachflächen und Geschossdecken
  • Austausch der Fenster oder Außentüren
  • Einbau oder Erneuerung einer Lüftungsanlage
  • Einbau von digitalen Systemen zur energestichen Betriebs- und Verbrauchsoptimierung
  • Kosten für einen Energieberater 

Es ist möglich, einzelne Sanierungsmaßnahmen geltend zu machen, aber auch umfassende Sanierungen, die mithilfe eines Sanierungsfahrplans schrittweise realisiert werden.