Mittwoch, 17 März 2021 13:05

Weitere Corona-Hilfe abrufbar

Die Hilfen der Bundesregierung zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der COVID19-Pandemie sind seit Februar 2021 abrufbar: Corona-Überbrückungshilfe III und die sog. Neustarthilfe.


Überbrückungshilfe III


Die Überbrückungshilfe III ersetzt sog. Fixkosten (z.B. Mieten, Nebenkosten und Personalkosten) für den Zeitraum November 2020 bis Juni 2021. Voraussetzung für die Beantragung ist, dass das Unternehmen im Vergleich zum jeweiligen Referenzmonat im Jahr 2019 einen (Corona-bedingten) Umsatzeinbruch von mindestens 30 % erlitten hat. Weiterhin ist das Unternehmen für den Zeitraum Januar bis Juni 2021 nur antragsberechtigt, wenn nicht gleichzeitig die Neustarthilfe beantragt wird.Sofern das Unternehmen bereits die November- und/oder Dezemberhilfe beantragt hat, entfällt die Förderung für die Monate November und/oder Dezember 2020.


Besondere Maßnahmen sieht der Entwurf der Bundesregierung insbesondere für Reiseveranstalter, die Veranstaltungs- und Kulturbranche, die Pyrotechnische Industrie und Einzelhändler mit erheblichen Ausfällen aufgrund der Wintersaisonware vor.


Neustarthilfe (= Hilfe für sog. Soloselbstständige)


Die Neustarthilfe gewährt sog. Soloselbstständigen einen Zuschuss von 50 % des Umsatzes aus dem Zeitraum Januar bis Juni 2019, maximal aber 7.500 €, sofern diese einen (Corona-bedingten) Umsatzeinbruch im Zeitraum Januar bis Juni 2021 erlitten haben. Soloselbstständige sind Personen, deren Summe der Einkünfte zu mindestens 51 % aus der betroffenen Tätigkeit besteht. In einem späteren Entwurf soll es auch kleinen Personengesellschaften ermöglicht werden, die Neustarthilfe abzurufen. Ziel der Neustarthilfe ist es, kleinen Unternehmern mit geringen Fixkosten einen Zuschuss zu gewähren.


Diese Hilfe kann der Unternehmer selbst über das Elster-Portal der Finanzverwaltung beantragen. Wird der Neustarthilfe beantragt, kann die Überbrückungshilfe III nicht in Anspruch genommen werden.