Mein sechswöchiges Anwaltspraktikum habe ich in der Rechtsabteilung von audalis absolviert.
 
Ein gewichtiger Grund, weshalb ich mich für audalis entschieden habe, war die Vielfalt an Rechtsgebieten, die die Kanzlei abdeckt. Mir war es sehr wichtig, nicht nur in einem bestimmten Rechtsgebiet mein vorhandenes Wissen zu vertiefen und um den praktischen Blickwinkel zu erweitern. Ich wollte vielmehr das Praktikum dazu nutzen, die juristische Arbeit in möglichst vielen Bereichen kennenzulernen. Und genau diesen vielfältigen Eindruck hat mir audalis ermöglicht.

Die Betreuung war von Beginn an sehr gut. Der erste Tag begann mit einer Führung bei der mir alle Mitarbeiter der Rechtsabteilung vorgestellt wurden. Die Kollegen und Kolleginnen standen mir jederzeit mit Rat und Tat zur Seite. Sie haben sich Zeit für meine Fragen genommen, sodass ich zu keinem Zeitpunkt das Gefühl hatte, dass meine Frage nicht willkommen ist. Eben diese gute Betreuung war für mich ein sehr wichtiger Bestandteil des Praktikums. Wenn man mit dem theoretischen Wissen, das man an der Universität erworben hat, auf die Praxis stößt, merkt man recht schnell wie groß die Unterschiede sind. Man bekommt keinen vorgefertigten Sachverhalt, sondern muss anhand von Mandantengesprächen und Unterlagen einen Sachverhalt ermitteln. So interessant die Sachverhaltsermittlung auch ist, so ungewohnt ist sie anfangs auch. Auch bei der Erstellung von Rechtsgutachten muss man immer die praktische Seite beachten, wie beispielsweise die Beweisführung. Gerade in diesen Bereichen hat mir die gute Betreuung sehr geholfen, mich schnell zurechtzufinden.
 
Als Praktikant wurde ich von Anfang an in die Arbeitsabläufe eingebunden. Meine Tätigkeit umfasste insbesondere die Erstellung von Rechtsgutachten sowie Recherchen zu bestimmten Themen. Die Themenbereiche erstreckten sich unter anderem auf das Arbeits-, Gesellschafts-, Insolvenz- und Schuldrecht, um nur einige zu nennen. Hierbei stand die selbstständige Bearbeitung im Vordergrund, wobei ich, wie oben bereits beschrieben, jederzeit Fragen stellen konnte. Im Anschluss habe ich die Ergebnisse dann mit den Kollegen und Kolleginnen ausführlich besprochen. Zudem habe ich auch einen Einblick in den Ablauf von Gerichtsverhandlungen bekommen.

Sehr positiv aus meiner Sicht war ebenfalls, dass neben den praktischen Gesichtspunkten auch Inhalte meines Studiums immer wieder aufgegriffen wurden. Dies betraf vor allem die Auswahl der durch mich zu bearbeitenden Fälle. Ich bekam oft aktuelle Fälle, die auf meinen arbeitsrechtlichen Schwerpunktbereich und meine kurz bevorstehende Examensvorbereitung zugeschnitten waren. So konnte ich mein Vorwissen in vielen Bereichen  vertiefen und es gleichzeitig auf die Praxis übertragen. Mehrere Schwerpunkte der Fälle, die ich bei audalis bearbeitet habe, sind mir bei den Übungsklausuren für das Examen wieder begegnet. Diese gelungene Verknüpfung aus Praxis und Theorie hat mir sehr gut gefallen.
 
Zusammenfassend sind meiner Meinung nach zwei Punkte für ein gelungenes Praktikum wesentlich. Zum einen ist da die Betreuung. Denn mit ihr steht und fällt die Qualität der praktischen Studienzeit. Zum anderen ist eine gute Verbindung von Studium und juristischer Praxis aus meiner Sicht sehr wichtig. Nur so kann man eine Verknüpfung von Grundlagen mit den praktischen Aspekten der juristischen Tätigkeit herstellen und sowohl einen realistischen Eindruck von der Arbeitswelt bekommen als auch etwas für das weitere Studium mitnehmen.
 
Abschließend ist meinerseits festzuhalten, dass audalis meine Vorstellungen von einem gelungenen Praktikum vollends erfüllt hat und mein erster Ansprechpartner für die Rechtsanwalts- und Wahlstation im Referendariat ist.

Frederick Hamer