Dienstag, 21 Mai 2019 08:40

audalis-Anwältin bei Stern-TV

Die Geschichte beginnt mit einem überraschenden Anruf in unserer Berliner Anwaltskanzlei. Kurz vor Feierabend klingelt das Telefon. Eine TV-Produktionsfirma fragt nach unserer Fachanwältin für Arbeits- und Sozialrecht.

Nichtsahnend nimmt Manja Schlippes den Anruf entgegen. Wenige Minuten später ist klar: Sie soll als Rechts-Expertin in der bekannten RTL-Sendung Stern TV auftreten. „Ich musste erst einmal abklären, ob das wirklich ernst gemeint ist“, erzählt sie lachend. Die Anfrage ist ernst gemeint – und es muss alles ganz schnell gehen. Die Live-Sendung soll schon am nächsten Tag gesendet werden. Nur einen Tag später sitzt sie im Flieger nach Köln-Hürth.

Aufregung schwingt in den letzten Minuten vor der Live-Sendung mit. „Ich habe schon einige Vorträge gehalten – aber im Fernsehen bin ich noch nie aufgetreten“, erzählt die junge Anwältin. Als die Sendung startet, fällt die Anspannung von ihr ab. Souverän steht sie dem Moderator Steffen Hallaschka Rede und Antwort.

Stern TV 800 850

Es geht um den Fall eines Berliner Studenten. Laut Medienberichten hatte der junge Mann beim Bezirksamt Berlin-Lichtenberg einen Antrag auf Wohngeld nach dem Wohngeldgesetz gestellt. Das Amt soll Lebensmittelspenden als Einkommen angerechnet und ihm das Wohngeld gekürzt haben. Diese Wohngeldkürzung wurde von „Der Tafel“ angeprangert. Ruhig und sachlich schildert Manja Schlippes ihren Standpunkt zum Thema: „Für Lebensmittelspenden gibt es keine gesetzliche Grundlage als Einkommensanrechnung und eine Kürzung des Wohngeldanspruchs.“

Der Auftritt der audalis-Anwältin sorgt für Begeisterung im audalis-Verbund. Schnell verbreitet sich die Nachricht über den unerwarteten TV-Einsatz unter den Kollegen. „Sie sind alle sehr stolz“, erzählt Manja Schlippes und freut sich sichtlich über so viel Zuspruch. Es sei eine schöne Gelegenheit gewesen, unsere Fachkompetenz und die Schnelligkeit von audalis unter Beweis zu stellen.

Natürlich verfolgt Manja Schlippes den Fall des jungen Berliner Studenten aus ihrem Heimatkiez weiter. Wie jetzt berichtet wird, hat die zuständige Wohngeldstelle des Bezirksamtes Berlin-Lichtenberg die Lebensmittelspenden als Einnahme bei der Überprüfung des Mindesteinkommens angerechnet, da der Student ohne diese Berücksichtigung gar kein Wohngeld erhalten hätte. Schön, wenn sich ein Aufreger-Thema nachträglich als rücksichtsvoller Akt entpuppt.

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