Sparen mit dem Dienstrad

Arbeitgeber können ihren Mitarbeitern E-Bikes zur Verfügung stellen - zum Beispiel für den täglichen Weg zu Arbeit. Dabei gilt es aber einige Vorschriften einzuhalten.
Arbeitgeber können ihren Mitarbeitern E-Bikes zur Verfügung stellen - zum Beispiel für den täglichen Weg zu Arbeit. Dabei gilt es aber einige Vorschriften einzuhalten.

Fahrradfahren ist nicht nur gesund, es spart auch Steuern. Was Sie beim Thema Diensträder alles beachten müssen

Arbeitgeber können ihren Mitarbeitern gekaufte oder geleaste Fahrräder, Pedelecs (E-Bikes, bis 25 km/h) bzw. S-Pedelecs (über 25 km/h, Kennzeichen- und Versicherungspflicht) zur Nutzung überlassen. Hier ist auf die Vertragsgestaltung bei den Leasing- und Überlassungsverträgen zu achten. Wichtig ist, dass das Fahrrad dem Arbeitgeber als wirtschaftlichem Eigentümer zugerechnet wird.

Der geldwerte Vorteil beläuft sich wie bei einem Dienstwagen auf 1 % vom Bruttolistenpreis. Die beim Dienstwagen zusätzlich zu versteuernden 0,03 % je Entfernungskilometer für die Fahrten von der Wohnung zur Arbeit fallen allerdings nur beim S-Pedelec ebenfalls an.

In den Leasingverträgen der Händler wird oft eine Gehaltsumwandlung für die private Nutzung und/oder ein Gehaltsverzicht bis zur Höhe der Leasingrate mit vereinbart. Hier ist es wichtig, dass alle Vereinbarungen rund um die Überlassung steuer- und auch arbeitsrechtlich passen.

Bei der Barlohnumwandlung wird der monatliche Bruttolohn des Mitarbeiters um den Betrag der monatlichen Leasingraten herabgesetzt (z. B. 100 € pro Monat). Dadurch kommt es zu Einsparungen von Lohnsteuer- und Sozialversicherungsbeiträgen. Im Gegenzug ist der geldwerte Vorteil in Höhe von 1 % des Bruttolistenpreises vom Mitarbeiter zu versteuern (z. B. 1 % von 3.000 € Bruttolistenpreis = 30 € pro Monat).

Bei der Überlassung eines Fahrrads ist es nicht nötig, dass der Mitarbeiter das Rad überwiegend für betriebliche Zwecke nutzt; selbst für eine rein private Nutzung kann der Arbeitgeber ihm das Rad überlassen. Es ist auch möglich, dass dem Mitarbeiter mehrere Fahrräder überlassen werden (z. B. eines für ihn selbst sowie ein weiteres für den Ehegatten bzw. für die Kinder).

Dann ist beim Arbeitnehmer für jedes überlassene Fahrrad ein Prozent des jeweiligen Bruttolistenpreises je Monat als geldwerter Vorteil anzusetzen. Wenn dem Mitarbeiter am Ende der Überlassungsdauer das Rad zum Kauf angeboten wird, ist ein weiterer Fallstrick zu beachten.

Es muss geprüft werden, ob er den ortsüblichen Endpreis (wenigstens 40 % des Bruttolistenpreises oder den niedrigeren individuellen Wert lt. Gutachten) zahlt. Ist der Kaufpreis geringer, muss der Mitarbeiter die Differenz als geldwerten Vorteil versteuern. Hierauf ist in den Verträgen daher besonders zu achten.

Wer macht´s?

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