Den Nachwuchs begeistern Empfehlung

audalis-Partner Christian Witte kandidiert für den Beirat der Wirtschaftsprüferkammer (WPK) und will vor allem den Berufsnachwuchs in seiner Branche fördern

Wie schon bei den Beiratswahlen der WPK im Jahre 2014 hat auch bei den diesjährigen Beiratswahlen 2018 die "Initiative Gemeinsam für Alle" eine Liste aus Kandidaten kleinerer und mittelständischer Kanzleien aufgestellt: Die „Ziegler-Liste“. Listenführer ist der amtierende Präsident der WPK, Herr Gerhard Ziegler. Unser Partner Christian Witte ist einer der 10 Initiatoren und einer der 45 Kandidaten der Ziegler-Liste.

Die WPK als unsere Selbstverwaltung hat einen klaren Auftrag: Sie wahrt die Interessen des Berufsstandes nach außen und sorgt für klare und verbindliche Regeln nach innen. Von den Prüfern in kleineren Praxen über den Mittelstand bis zu den großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften haben alle Mitglieder der WPK einen Anspruch darauf, dass ihre Interessen angemessen berücksichtigt werden. Dies gelingt am besten, wenn auch die Vertreter kleinerer und mittelständischer Praxen angemessen in der WPK vertreten sind.

Unserem Partner Christian Witte liegen insbesondere die folgenden zwei Themen am Herzen:

-  Mehr Einsatz für die Nachwuchsgewinnung
-  Berufsaufsicht mit Augenmaß

Lesen Sie hier das Statement von Christian Witte:

"Unterstützen auch Sie, sehr geehrte Berufskollegin und -kollege, die „Initiative Gemeinsam für Alle“ – Die Ziegler-Liste! Es geht um die Zukunft unserer Selbstverwaltung, die Rahmenbedingungen für unsere tägliche Arbeit und letztlich um die Reputation unseres Berufsstandes."


Mehr Einsatz für die Nachwuchsgewinnung

"Als ich Ende der 1980er Jahre mit meiner Lehre in der väterlichen Steuerberatungskanzlei begonnen hatte, da war der Beruf des Wirtschaftsprüfers einer der angesehensten in Deutschland, das zu werden, war mein absoluter Traum, das war mir auch fast jede Mühe und Entbehrung wert.

Auch heute, rund 30 Jahre später, ist der Beruf des Wirtschaftsprüfers immer noch gesellschaftlich hoch angesehen, sehr anspruchsvoll und abwechslungsreich. Der Wirtschaftsprüfer ist immer noch DER Berater und Prüfer in betriebswirtschaftlichen Angelegenheiten.

Aber die Nachwuchsgewinnung ist deutlich schwieriger geworden, wahrlich kein Selbstläufer. Das Wettstreiten um die klugen Köpfe hat längst begonnen. Gerade kleinere und mittelständische Praxen brauchen die Unterstützung der Wirtschaftsprüferkammer (WPK), um junge Menschen für den Beruf zu begeistern. Flyer, Broschüren und Praktikumsbörsen können nur ein Anfang sein, hier muss mehr von WPK kommen.

Junge Menschen wollen schneller Verantwortung übernehmen, wollen mehr Verantwortung übernehmen. Sie wollen auch Transparenz, d.h. hinter die Kulissen schauen und flache Hierarchien vorfinden. Das ist einer der großen Stärken kleinerer und mittelständischer Praxen wie auch deren familiäre Unternehmenskultur. Über 60% der Fachkräfte achten darauf, dass es auch menschlich passt, nicht nur fachlich.

In den nächsten Jahren wird sich durch die Digitalisierung viel ändern, es wird viel Standardgeschäft wegfallen. Die persönliche, individuelle, hochkompetente Beratung wird noch stärker in den Mittelpunkt rücken. Um das leisten zu können, braucht der Nachwuchs nicht nur eine hochqualifizierte fachliche Ausbildung, sondern auch Unterstützung bei der Persönlichkeitsentwicklung. Der Prüfer und Berater muss vom Mandanten nicht nur fachlich, sondern auch von seiner Persönlichkeit voll akzeptiert werden. Hier kann und muss die WPK Unterstützung leisten, z. B. durch entsprechende Veranstaltungen und Fortbildungsangebote.

Die WPK ist zwar auf dem Weg in die richtige Richtung, muss aber viel stärker als Dienstleister für den Berufsstand wahrgenommen werden."


Für eine Berufsaufsicht mit Augenmaß

"Die Berufsaufsicht durch die Wirtschaftsprüferkammer, die sich aus Angehörigen unseres Berufstandes zusammensetzt, hat sich bewährt.

Als ehemaliges Mitglied der Vorstandabteilung Berufsaufsicht, die sog. VoBA, hatte ich drei Jahre Einblick in die Arbeit der Berufsaufsicht und glaube daher zu wissen, wovon ich rede.

Eine Ausweitung der Aufsicht auf staatliche Behörden, wie beispielsweise die Abschlussprüferaufsichtsstelle, ist nicht notwendig und entschieden abzulehnen. Einen solchen Bürokratieaufbau braucht unser Berufsstand nicht.

Wir Wirtschaftsprüfer und unsere Selbstverwaltung haben gerade bei der Aufsicht kleinerer und mittelständischer Kanzleien bewiesen, dass wir mit Augenmaß vorgehen. Wir sprechen Sanktionen bei schwerwiegenden Verstößen erst aus, wenn alle vorherigen präventiven Maßnahmen nicht gegriffen haben. Das muss so bleiben. Die bisherige Aufsicht mit kollegialem Augenmaß wäre bei einer Aufsicht durch staatliche Behörden gefährdet. Die Berufsaufsicht der WPK muss weiter maßvoll agieren und auch noch stärker auf vorbeugende Maßnahmen setzen.

Wir Berufsangehörigen wissen am besten, wo in der Praxis der Schuh drückt und alle - gut gemeinten - theoretischen Vorgaben an praktische Grenzen stoßen. Daher muss jeder Fall der Berufsaufsicht einzeln und angemessen gewürdigt werden und sich die Aufsicht weiter nur auf die wesentlichen Fälle konzentrieren.

Der betroffene Berufsangehörige muss die Gewissheit haben, dass die WPK ihn unterstützen und helfen, und nicht drangsalieren möchte. Keiner von uns Wirtschaftsprüfern ist davor gefeit, einmal etwas falsch gemacht zu haben, und wünscht sich in solchen Fällen eine Aufsicht, die mit verständnisvollen Praktikern und nicht mit Theoretikern besetzt ist."


Die vollständige Ziegler-Liste finden Sie hier.

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