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Donnerstag, 18 April 2019 08:44

Unternehmen können aufatmen

Bund und Länder einigen sich in strittiger Frage: Keine Quellensteuer auf Online-Werbung. Unternehmen sind erleichtert, es folgen keine Steuerzahlungen vom Finanzamt

Erhebliche Steuernachzahlungsforderungen sorgten in den vergangenen Monaten bei deutschen Betrieben für Unmut. Der Hintergrund: Einzelne Finanzämter waren dazu übergangen, die Quellensteuer auch auf Online-Werbung anzuwenden. Ob diese neue Auffassung tatsächlich rechtens ist, war lange fraglich. Nach einer Abstimmung zwischen Bund und Ländern gibt es nun ein Ergebnis.

Die Finanzverwaltung stellt mit seinem Schreiben (bitte klicken Sie hier) klar, dass Vergütungen, die ausländische Plattformbetreiber und Internetdienstleister für die Platzierung oder Vermittlung von elektronischer Werbung auf Internetseiten erhalten, nicht dem Steuerabzug nach § 50a Abs. 1 Nr. 3 EStG unterliegen. Dank der jetzt erreichten Klärung zwischen Bund und Ländern bleiben inländischen Unternehmen unnötige steuerliche Mehrbelastungen im Zusammenhang mit der Onlinewerbung erspart. Eine Verpflichtung zum Quellensteuerabzug hätte nicht nur bürokratischen Aufwand, sondern auch drastische Steuernachzahlungen mit sich gebracht. Diese sind dank der Einigung von Bund und Ländern nun abgewendet.